17.07.2022 Zurück

Gedenken an die Flutkatastrophe

um Jahrestag der Flutkatastrophe, welche im Juli 2021 zu großflächigen Zerstörungen im gesamten Gemeindegebiet geführt hat, wurde gemeinsam mit Vertretern der Ratsfraktionen, der Bundespolizei, der Kirchen und Freikirchen, sowie der Hilfsorganisationen eine zentrale Gedenkveranstaltung organisiert. Die Gedenkveranstaltung wurde nach weiterer Absprache mit den Ortsvorstehern auf den 15. Juli 2022 terminiert. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeisterin Kalkbrenner und Polizeidirektor Carsten Westerkamp wurde zu Anfang der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Flutkatastrophe ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, welcher durch Superintendentin Claudia Müller-Bück, Pater Madej Marek, Pastor Willy Thiessen und Bundespolizeioberpfarrer Stephan Becker gestaltet wurde. Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes sowie die weitere musikalische Gestaltung der Gedenkveranstaltung erfolgte durch das Bundespolizeiorchester München.  

Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner stellte ihre Rede unter die Überschrift: Gedenken – Dank – Zuversicht.

Anschließend ging Polizeidirektor Carsten Westerkamp in seiner Rede zunächst auf die besondere Situation des durch die Flutkatastrophe verursachten Ausfalls der wesentlichen Kommunikationsmöglichkeiten sowie der extrem eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten der Rettungskräfte ein. Höchste Priorität hatten in dieser ersten Phase der Katastrophe die Menschenrettung und die Evakuierung, insbesondere durch den zu diesem Zeitpunkt nicht auszuschließenden drohenden Dammbruch der Steinbachtalsperre.

Auch Westerkamp betonte, wie sehr Menschen aus ihrem Leben gerissen, ihr Zuhause verloren und zu Betroffenen wurden. Hierunter befanden sich auch Angehörige der Bundespolizei aus dem Ahrtal, aus Euskirchen und aus Swisttal. Er wies auf Gespräche hin, die er mit Betroffenen führte und in denen sich zeigte, dass die Auswirkungen auf das Leben der Menschen sehr unterschiedlich sind. Insbesondere betrifft dies die Psyche derjenigen, die Bilder und Geräusche der Katastrophe nicht aus dem Kopf bekommen oder für die Starkregenereignisse Belastungen darstellen. Westerkamp hob besonders das Engagement der vielen freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer hervor, die sowohl mit Muskelkraft helfen, aber auch psychologische Stütze sind. Abschließend wünschte er allen Betroffenen, dass sich ihre schwierige Situation zum Guten ändert oder schon geändert hat und sie wieder optimistisch in die Zukunft sehen können.

Der Standort der Bundespolizei beherbergte in der Spitze 300 Evakuierte und 170 Einsatzkräfte der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Ab dem 16. Juli konnten zudem die Führungsorgane der Feuerwehr und des THW sowie der Stab für Außergewöhnliche Ereignisse der Gemeinde untergebracht werden.

Nachfolgend sind Fotos der Gedenkveranstaltung beigefügt. Die Hilfsorganisationen hatten zudem Fahrzeuge und Einsatzmittel, die auch in der Flutkatastrophe zum Einsatz kamen ausgestellt. Bürgermeisterin Kalkbrenner bedankte sich bei Sponsoren aus Hilfsorganisationen, Versorgungsunternehmen und Gewerbe, die Getränke sowie Kuchen und Gebäck zur Verfügung stellten. Ein besonderer Dank ging an die Bundespolizei, die für die Gedenkveranstaltung ihr Gelände zur Verfügung stellte und mit Personal und Material die Veranstaltung maßgeblich unterstützte.