16.05.2022 Zurück

Meckenheim ist bunt

Meckenheim zeigt Flagge. Als sichtbares Zeichen für Toleranz und Vielfalt weht am internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (17. Mai) vor dem Rathaus die Regenbogenflagge – neben der Europa-, Ukraine- und Meckenheim-Fahne. Für Bürgermeister Holger Jung ist die Gleichberechtigung aller Menschen eine Selbstverständlichkeit, die eigentlich keiner besonderen Erwähnung bedarf. „Doch werden leider immer noch bestimmte Gruppen in unserer Gesellschaft ausgegrenzt und diskriminiert. In einer aufgeklärten Welt erfahren sie weiterhin schlimmes Unrecht, weshalb es wichtig ist, klar Stellung zu beziehen und auf diese inakzeptablen Missstände deutlich hinzuweisen“, erklärt Holger Jung. Der Bürgermeister bekräftig: „Meckenheim ist bunt. In unserer Stadt haben alle Menschen ihren Platz!“


Die gesamte Stadtverwaltung lebt diese Werte nicht nur symbolisch in Form der Regenbogen-Beflaggung, sondern vor allem inhaltlich. Das Team der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Meckenheim wird am internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie sowohl im Mosaik-Kulturhaus als auch in Kinder City besonders darauf aufmerksam machen, dass niemand wegen seines Geschlechts oder seiner Sexualität diskriminiert oder ausgegrenzt werden darf. Mit verschiedenen Aktionen sollen die Kinder und Jugendlichen für das Thema sensibilisiert und darin bestärkt werden, eine vielfältige und bunte Gesellschaft zu akzeptieren. Kinder City öffnet dienstags von 15 Uhr bis 18 Uhr. Das Mosaik-Kulturhaus begrüßte die Sechs- bis Zwölfjährigen von 15 Uhr bis 17.30 Uhr und die Jugendlichen ab 13 Jahren von 17.30 Uhr bis 20 Uhr; Kontakt: Mosaik-Kulturhaus, Siebengebirgsring 2 in Meckenheim, Telefon (02225) 7089753, E-Mail info@mosaik-kulturhaus.de, sowie Kinder City, Im Ruhrfeld 16 in Meckenheim, Mobil (0151) 42050707, E-Mail nina.damert@rheinflanke.de.


Am internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie wird an den 17. Mai 1990 erinnert. An jenem Tag vor nunmehr 32 Jahren wurde die Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestrichen. Sie gilt offiziell seitdem zwar nicht mehr als Krankheit. Lesben, Schwule, bisexuelle, transgender und intergeschlechtliche Menschen werden aber dennoch in 69 Staaten weiterhin strafrechtlich verfolgt. In elf Ländern sind sie sogar von der Todesstrafe bedroht, wie der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) berichtet. Ziel der am 17. Mai weltweit durchgeführten Aktion ist es, Respekt einzufordern und sich mit Engagement für die Akzeptanz aller Formen nicht heterosexueller Lebensweisen zu beteiligen.