06.01.2022 Zurück

Mitgefühl aus Ostbrandenburg

Still gedenken vier Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Peitz, auf dem Oberdreeser Friedhof der beiden im Zusammenhang mit dem Unwetter Bernd im Juli dieses Jahres verstorbenen Rheinbacher Feuerwehrkameraden.

Die vier Peitzer Wehrleute sind aus dem östlichen Brandenburg in die Glasstadt gereist, um sich vor Ort ein Bild von den Unwetterschäden zu machen und an den Gräbern der beiden Kameraden jeweils ein Gesteck niederzulegen. Mit im Gepäck haben sie zwei Spendenschecks in Höhe von jeweils 4000 Euro, welche den Angehörigen der Verstorbenen zu Gute kommen sollen.

Schon am Vormittag wurde die Abordnung aus Peitz von Rheinbachs Wehrleiter Laurenz Kreuser und Bürgermeister Ludger Banken in der Feuerwache im Brucknerweg begrüßt. Ebenfalls anwesend waren Matthias Zikeli, Mitglied der Unterstützungsabteilung der Löschgruppe Niederdrees, und Peter Feuser, ehemaliger Fachbereichsleiter und Pressesprecher der Stadt Rheinbach, welche die Partnerschaft der Feuerwehren aus Rheinbach und Peitz von der ersten Stunde an seit den 1990er Jahren begleitet haben.

„Als wir zunächst aus den Medien und dann auch durch persönliche Kontakte von den verheerenden Folgen des Unwetters für Rheinbach erfuhren, war für uns direkt klar, dass wir unsere Partnerfeuerwehr und insbesondere die Familien der verstorbenen Kameraden unterstützen möchten.“, so Manfred Stecklina, ehemaliger Ortswehrführer der Feuerwehr Peitz.

Es wurden zunächst innerhalb der Feuerwehr Peitz, aber im weiteren Verlauf auch mit der Hilfe örtlicher Unternehmen Spenden für die Angehörigen der im Zusammenhang mit der Flut im Juli verstorbenen Rheinbacher Kameraden gesammelt, welche nun übergeben wurden.

Dankbar nahmen Angehörige der verstorbenen Kameraden die Schecks entgegen und freuten sich sehr über die Unterstützung und das Zeichen des großen Zusammenhaltes unter Feuerwehrleuten.

Nach der symbolischen Übergabe der Spendenschecks fuhr die Gruppe unter der ortskundigen Führung von Matthias Zikeli einige markante Stellen im Rheinbacher Stadtgebiet ab, um zu sehen, wie sehr die zerstörerische Kraft des Wasser gewirkt hat. Interessiert erfuhren die Peitzer Kameraden, welche Arbeiten bereits geleistet wurden, um die Auswirkungen des Unwetters zu beseitigen. Den Abschluss dieser Rundtour bildete dann der Gang auf den Oberdreeser Friedhof.

Die Verbindung zwischen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rheinbach in Nordrhein-Westfalen und der Freiwilligen Feuerwehr im brandenburgischen Peitz gehen auf die Zeit der Wiedervereinigung Deutschlands zurück. Waren die gegenseitigen Besuche der Feuerwehren mal mehr, mal weniger, so riss der Kontakt doch bis heute nicht ab. Viele persönliche Freundschaften sind aus der Feuerwehr-Partnerschaft entstanden. Und so bleibt die Hoffnung, dass man sich künftig einmal wieder aus schöneren Anlässen trifft und die Verbindung noch lange bestehen bleibt.