06.01.2022 Zurück

600 Heizungen an Bewohner in Flutgebieten

Die Stiftung Technisches Hilfswerk spendet im Rahmen der Fluthilfe energieeffiziente Heizungen der NANOO GmbH an Bewohner/innen in den Flutgebieten von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Dadurch kann die Heizungsversorgung im Winter sichergestellt werden.

Das Tiefdruckgebiet Bernd hat im Sommer extreme Schäden verursacht und viele Menschen um sämtliches Hab und Gut gebracht. Die überwältigende Spenden- und Hilfsbereitschaft zugunsten der Flutopfer und der THW-Einsatzkräfte erreichte auch die Stiftung THW. Die Spenderinnen und Spender wollten mit ihren Geldspenden dabei nicht nur die Arbeit der THW-Einsatzkräfte unterstützen, sondern auch den Wiederaufbau in den Flutregionen vorantreiben.

Mit mittlerweile ca. 2,5 Millionen Einsatzstunden und mehr als 14.000 eingesetzten Kräften aus allen 668 Ortsverbänden ist die Hilfeleistung in den Flutgebieten bereits jetzt der größte Einsatz in der 71-jährigen THW-Geschichte.

"Dank der vielfältigen Einsatzbereiche der THW-Spezialkräfte konnte die Strom- und Wasserversorgung wiederhergestellt werden, vielerorts wurde Trinkwasser aufbereitet und Verkehrswege, Brücken gebaut und städtische Infrastruktur instandgesetzt, um die akute Situation zu meistern. Die große Sorge der Betroffenen ist jedoch die Versorgung mit Heizungsanlagen, um die Wintermonate in beheizten Häusern und Wohnungen verbringen zu können“, erläutert Stephan Mayer, MdB und Vorstandsvorsitzender der Stiftung THW. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir mit den Spendengeldern nun viele der Flutopfer in NRW und Rheinland-Pfalz mit neuen Heizungen ausstatten können und ihnen so die zusätzliche Sorge um ein warmes Heim nehmen können“, so Mayer weiter.

Energieeffiziente Heizungen im Zeichen des Klimaschutzes

Die von der Mönchengladbacher Firma NANOO GmbH entwickelten Heizungen werden mit Strom betrieben und sind somit eine zukunftsfähige Investition im Zeichen des Klimaschutzes. In Kombination mit Strom aus Photovoltaikanlagen oder mit Ökostrom ist zudem ein CO2-neutrales Heizen möglich.

„Da neben der Wärmeversorgung auch die Stromversorgung in den Flutgebieten noch nicht reibungslos funktioniert oder zum Teil durch den Einsatz von Bautrocknern überlastet ist, können unsere Heizungen hier die Lücke zur Wärmeversorgung schließen. Die Heizungen benötigen nur vergleichsweise wenig Strom und können an haushaltsübliche Steckdosen angeschlossen werden“, erklärt Jürgen Brink, Geschäftsführer der NANOO GmbH.

Verteilung der Heizungen durch das THW

Das THW in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfallen übernimmt die Koordination der Verteilung in den betroffenen und bedürftigen Kommunen, es arbeitet dabei mit den jeweiligen Gemeinden und lokal aktiven Hilfsorganisationen zusammen, um die Heizgeräte den betroffenen Haushalten bereitzustellen