27.12.2021 Zurück

Swistbachbrücke wieder befahrbar

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen hat den Neubau der Swistbachbrücke an der L182 in Heimerzheim abgeschlossen. Ina Brandes, Ministerin für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, gab die Brücke am Montag, den 20. Dezember 2021, gemeinsam mit Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld sowie Vertretern aus der Kommunalen- und der Landespolitik frei.

„Pünktlich zu Weihnachten ist die neue Swistbachbrücke fertig! Das ist eine großartige Nachricht für alle Menschen in der Region. Der Wiederaufbau der Infrastruktur ist hervorragend geglückt in den vergangenen Monaten. Beeindruckend, wie Straßen.NRW zusammen mit allen Beteiligten den modernen Ersatzbau an der L182 in Rekordzeit hochgezogen hat. Die Landesregierung setzt alles daran, dass Hilfe zügig ankommt und auch spürbar wirkt. Mehr denn je zuvor müssen wir Planung, Genehmigung und Bau von Brücken schnell anpacken, damit unsere Verkehrswege funktionieren“ sagt Verkehrsministerin Ina Brandes. Die Arbeiten für die neue Brücke hatten am 20. September 2021 begonnen. In einer Bauzeit von nur drei Monaten wurde die Swistbachbrücke in Express-Bauweise mit Fertigbauteilen errichtet. Die Kosten für den Neubau liegen bei 4,8 Millionen Euro.

„Durch die Verkehrsfreigabe entfallen ab sofort die weiträumigen Umleitungen, die Ortslage von Swisttal-Heimerzheim wird zur Weihnachtszeit nun spürbar entlastet und zur Ruhe kommen“, so Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld.

„Es war wichtig, dass vor Weihnachten die A61 und die L182 wieder freigegeben werden können. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet es eine erhebliche Entlastung des Verkehrs in den Ortschaften. Ich freue mich sehr, dass dies erfolgreich gelungen ist und danke allen Beteiligten, die ermöglicht haben, dass der Neubau der Swistbachbrücke in nur drei Monaten Bauzeit abgeschlossen werden konnte“, betonte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner.

Straßen.NRW informierte darüber, dass im Zuge der Flutkatastrophe im Juli 2021 die in den 1970er Jahren errichtete Swistbachbrücke im Bereich der Ortslage Swisttal-Heimerzheim eingestürzt war, nachdem eines der Widerlager unterspült wurde und nachgab. Da die L182 bereits wenige Tage zuvor vollgesperrt wurde, weil ein Teil der Fahrbahn in Folge von Ausspülungen im Straßenuntergrund eingebrochen war, kam niemand zu schaden. Die L182 stellt eine wichtige, überregionale Verbindung zwischen den Großräumen Euskirchen, Swisttal und Bornheim dar. Durch die Sperrung nach der Flutkatastrophe im Juli verlagerte sich der Durchgangsverkehr insbesondere auf die Ortslage Heimerzheim und darüber hinaus auf weitere Ortschaften, was für die Bevölkerung einen deutlichen Anstieg an Verkehrslärm und Abgasbelastung bedeutete. In der Folgezeit wurden weiträumige Umleitungen über Bornheim, Brühl und Weilerswist, sowie das vom Hochwasser geschädigte Autobahnnetz eingerichtet, die jedoch Umwege von bis zu 20 Kilometer Fahrstrecke zur Folge hatten.

Das neue Brückenbauwerk hat eine nutzbare Breite von 15,46 Metern und eine Gesamtlänge zwischen den Erdauflagern von 24,30 Metern. Die neue Swistbachbrücke ist daher nun 4,22 Meter länger als das ursprüngliche Bauwerk. Durch die Anpassung des Bauwerks ist auch die Durchlassbreite für das Gewässer unter der Brücke von rund 20 Metern auf 24 Meter angewachsen.

Insgesamt wurden in den beiden Widerlagern 3.000 Kubikmeter Boden, 211 Kubikmeter Beton sowie 11.000 Quadratmeter Geotextil verbaut, der Überbau der Brücke besteht aus 300 Kubikmeter Beton, 111 Tonnen Baustahl und 8 Tonnen Spannstahl.

Zu Beginn des kommenden Jahres folgt noch der Einbau der neuen Lärmschutzwände entlang der L182 im Bereich der Swistbachbrücke. Im Frühjahr sollen die Fahrbahnübergänge zwischen Brückenbauwerk und Landesstraße erneuert werden, die aufgrund der Witterungsverhältnisse in den vergangenen Wochen bisher nur provisorisch hergestellt wurden. Diese Arbeiten können während des laufenden Verkehrs mit leichten Einengungen der Fahrbahn ausgeführt werden. Eine Vollsperrung der L182 wird nicht notwendig sein.