29.09.2021 Zurück

Unterstützung für Betroffene der Flutkatastrophe

Neben den enormen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur hat die Flutkatastrophe auch das Leben vieler Menschen im Kreis Ahrweiler aus dem Gleichgewicht gebracht. Jetzt beginnt auch die Aufarbeitung des Erlebten. Doch wie können die von der Flut Betroffenen dabei unterstützt werden? Und wie können sie wieder in einen weitestgehend geregelten Alltag finden? Bereits wenige Tage nach der Katastrophe wurde in der Kreisverwaltung der Runde Tisch „Soziale Infrastruktur“ ins Leben gerufen, um Antworten auf diese Fragen zu finden.

„Gemeinsam mit den verschiedenen Trägern konzentrieren wir uns darauf, alle Generationen darin zu unterstützen, dass sie das Erlebte verarbeiten können. Von Anfang an war es uns wichtig, Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren im Blick zu haben und deren veränderten Alltag wahrzunehmen“, sagt Siglinde Hornbach-Beckers, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung Ahrweiler. „Da in den betroffenen Kommunen alle Bereiche des sozialen Lebens berührt sind, ist es für uns von besonderer Bedeutung, sich mit möglichst vielen unterschiedlichen Trägern im Alltag der Menschen zu verorten, deren Themen wahrzunehmen, gut zuzuhören, um mit diesen gemeinsam zukunftsgerichtet Heimat zu gestalten.“

Um die Hilfen noch besser an die Zielgruppen anzupassen und Bedarfe zu ermitteln, hat der Runde Tisch jetzt vier Arbeitsgruppen gebildet:

    Kinder-, Jugend- und Familienbildungsarbeit

    Seniorenarbeit

    Psychosoziale Begleitung von Kindern, Jugendlichen, Familien und Erwachsenen

    Initiative „Jugendsozialarbeit, Schule, Beruf(ung) und Ausbildung“.


In regelmäßigen Treffen tauschen sich die Netzwerkpartner – wie beispielsweise Caritas, DRK, HOT Sinzig, Mehrgenerationenhaus und Generationenbüro Adenau, Familienbildungsstätte, Beratungsstellen, Ökumenische Flüchtlingshilfe, Gleichstellung, DRK-Fachklinik und weitere – aus und bringen ihre jeweilige Fachexpertise ein.

Ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit des Runden Tischs ist der „Mobile Beratungsbus“, der seit rund zwei Wochen im gesamten Flutgebiet unterwegs ist. „Die Kreisverwaltung hat zusammen mit dem Sponsor Plan e. V. den Rahmen geschaffen. Der Bus lebt aber durch die vielen Träger, die in ihm aktiv sind“, so Hornbach-Beckers weiter. Mit seinen zwei Beratungsbüros und einer Spielecke bietet er den beteiligten Akteuren die Möglichkeit, den Menschen zuzuhören, sie kostenfrei und unbürokratisch zu beraten, gegebenenfalls weiterzuvermitteln und eine erste Anlaufstelle vor Ort zur Verfügung zu stellen.