18.04.2021 Zurück

1000 Impfungen pro Tag im Impfzentrum

Aktuell werden täglich rund 1.000 Menschen im Impfzentrum in Marmagen geimpft. Hinzu kommen die Impfungen durch die Hausärzte im Kreis Euskirchen. „Es geht also voran“, sagt Landrat Markus Ramers. „Aber es mangelt immer noch an Impfstoff. Wir können nur das verimpfen, was uns durch das Land zur Verfügung gestellt wird“, sagt Landrat Markus Ramers, der die Bürgerinnen und Bürger entsprechend um Geduld bittet.

Nachdem mittlerweile nahezu alle Menschen der höchsten Impfpriorität (Ü80er, Menschen in Senioreneinrichtungen usw.) geimpft wurden, werden aktuell weitere Bevölkerungsgruppen geimpft, zum Beispiel bestimmte Altersgruppen und Menschen mit Vorerkrankungen. Ab dem kommenden Montag, 19. April, können auch Menschen, die zwischen dem 1.1.1946 und dem 31.12.1947 geboren wurden, bei der Kassenärztlichen Vereinigung einen Termin buchen. Dies gilt im Übrigen auch für deren Lebenspartner – unabhängig vom Alter. Die Terminbuchung geht wie bisher über die Internetseite www.116117.de oder telefonisch unter 0800 / 116 117 01.

Bei den Impfungen kommen je nach Verfügbarkeit die Impfstoffe der Hersteller BioNTech oder Moderna zum Einsatz. Das NRW-Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass nach wie vor Termine für die vorherigen Geburtsjahrgänge 1941 bis 1945 sowie für Personen ab 80 Jahren zur Verfügung stehen. Weitere Jahrgänge sollen in Kürze freigeschaltet werden. Die Impfzentren sollten allerdings nicht ohne gültigen Termin aufgesucht werden, da die Zahl der dort vorhandenen Impfdosen auf die Zahl der Anmeldungen abgestimmt ist.

Menschen mit Vorerkrankungen

Viele Rückfragen gibt es derzeit zur Impfberechtigung von Menschen mit Vorerkrankungen. Menschen mit Vorerkrankungen nach § 3 der Impfverordnung werden sowohl im Impfzentrum als auch von den Hausärzten geimpft. Der entsprechende Antrag für eine Impfung im Impfzentrum kann über impfantrag@kreis-euskirchen.de eingereicht werden.

Allerdings müssen die Antragsteller aufgrund der geringen Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes mit Wartezeiten rechnen, bis sie einen Termin im Impfzentrum bekommen. Deswegen wird empfohlen, dass sie sich auch bei ihrem Hausarzt nach einer Impfung erkundigen. Sollten sie beim Hausarzt geimpft werden, muss der Termin im Impfzentrum unbedingt abgesagt werden, damit andere zum Zug kommen. Für §3-Patienten einer privatärztlichen Praxis (die derzeit keinen Impfstoff erhält) gilt, dass sie ebenfalls einen Antrag über impfantrag@kreis-euskirchen.de stellen können.

Die Gruppe der Menschen mit Vorerkrankungen nach §4 der Impfverordnung ist aktuell noch nicht vom Land freigegeben, soll aber – nach der Freigabe – ausschließlich von den Hausärzten geimpft werden. Es bringt also nichts, entsprechende Anträge und Atteste beim Kreis bzw. beim Impfzentrum einzureichen. Dies gilt auch für Patienten von privatärztlichen Praxen und für Patienten von Hausärzten, die sich nicht an der Impfkampagne beteiligen.

Hausärzte

„Wir freuen uns, dass das dezentrale Impfgeschehen durch die Einbeziehung der Hausärzte jetzt noch mehr Fahrt aufnimmt“, sagt Landrat Markus Ramers. Das bedeutet: Menschen, die an einer Vorerkrankung leiden und denen gemäß der Coronavirus-Impfverordnung eine Impfung zusteht, können sich nun formlos und ganz unbürokratisch direkt an ihren jeweiligen Hausarzt wenden – auch wenn sie zuvor bereits einen Antrag bei der Kreisverwaltung gestellt hatten und bisher noch nicht zum Zuge gekommen sind.

„Natürlich wird es auch in den Hausarztpraxen nicht gelingen können, alle Betroffenen gleichzeitig zu bedienen, da die Impfstofflieferungen erst Woche für Woche sukzessive zunehmen werden“, so der Landrat. „Aber es wird jetzt von Woche zu Woche besser.“