12.01.2021 Zurück

Hohe Schneelast auf Bäumen verursacht Gefahr für Leib und Leben

Die Kermeter-Hochstraße L15 musste am vergangenen Freitag wegen Schneebruch zwischen Schwammenauel und dem Parkplatz Lorbachsgarten gesperrt werden und ist voraussichtlich noch mehrere Tage lang gesperrt. Dort liegen umgestürzte Bäume auf der Straße. Aktuell besteht in allen Wäldern des Nationalparks akute Schneebruchgefahr. Bei Schneebruch können große Äste herabstürzen und ganze Bäume unmittelbar unter der Schneelast zusammenbrechen. Meiden Sie die Waldbereiche und bleiben Sie den Besucherschwerpunkten fern. Das Betreten der Nationalpark-Wälder erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr.

Bund und Länder bitten eindringlich, während des Lockdowns "von nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland und auch ins Ausland abzusehen". Das heißt: Tagesausflüge sind in dieser Zeit ausdrücklich nicht erwünscht. Menschenmengen auf engen Wanderwegen und an Besucherschwerpunkten sind nicht im Sinne der Pandemiebekämpfung!

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich die ohnehin hohen Besucherzahlen deutlich erhöht und es ist insbesondere an Besucherschwerpunkten praktisch unmöglich, den gebotenen Mindestabstand einzuhalten. Zusätzlich besteht durch Schneebruch aktuell Gefahr für Leib und Leben.

Die Natur braucht Ruhe

Das hohe Besucheraufkommen der vergangenen Wochen bedeutet für die Natur im Nationalpark Eifel erheblichen Stress - insbesondere dann, wenn sich Gäste nicht an die im Schutzgebiet geltenden Regeln halten: Wer abseits ausgewiesener Wege unterwegs ist und beispielsweise Hunde frei laufen lässt, kann folgenschwere Störungen in der winterlichen Natur verursachen: Das Aufschrecken von Wildtieren ist bei winterlichen Verhältnissen unbedingt zu vermeiden, weil die Tiere zu dieser Jahreszeit ihren Stoffwechsel herunterfahren und jede Flucht wertvolle Energiereserven verbraucht. Gleichzeitig finden Wildtiere bei Schnee wenig Nahrung.