15.11.2020 Zurück

Zuhause für Biene, Schmetterling & Co.

„Hier wächst Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co“. Dieses Schild steht schon an vielen Stellen im Kreis Ahrweiler, denn immer mehr Vereine, Gemeinden, Landwirte und Winzer beteiligen sich an dem Kreisprojekt Artenreiche Wiese. So wie die Ortsgemeinde Eichenbach, die zusammen mit den Mitgliedern des Verschönerungsvereins am Ortsrand einen neuen Erholungsort mit Blühwiese, Streuobstbäumen, Insektenhotel samt Erläuterungstafel und attraktiver Aussicht auf den Wohnort geschaffen hat.

Zwei Jahre ist es nun her, seit das Projekt „Artenreiche Wiese - Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co.“ mit breitgefächerten Fördermöglichkeiten von der Kreisverwaltung gestartet wurde. „Im Kreis Ahrweiler ist ein Bewusstseinswandel entstanden“, erklärt Landrat Dr. Jürgen Pföhler. „Alle acht Kommunen im Kreis haben sich unserer Naturschutz-Offensive angeschlossen und selbst bereits viele Flächen in ihren Städten und Dörfern naturnah umgestaltet.

nsgesamt 16 Vereine haben seit Beginn des Projekts zusammen rund 9000 Euro aus dem Fördertopf abgerufen. So hat der Förderverein der Ehrenwall‘schen Klinik in Bad Neuenahr-Ahrweiler im Bereich der Parkplätze an der Tagesklinik eine Blühwiese von 1500 Quadratmetern geschaffen. Der Streuobstwiesenverein Bad Neuenahr-Ahrweiler hat 13 Obstbäume an der Ahr gepflanzt. Neben der Vereins- und Ehrenamtsförderung wurde auch das Förderprogramm Ländlicher Raum ergänzt. Es bietet Zuschüsse für die Anschaffung von Saatgut und Obstbäumen. Insgesamt wurden 23 Projekte mit rund 10.500 Euro unterstützt. Die Ortsgemeinde Rodder hat beispielsweise eine neue Streuobstwiese mit 15 Bäumen am Ortsrand angelegt und der Imkerverein Goldene Meile auf seinem Lehrbienenstand in Bad Bodendorf mit einer artenreichen Wiese unzähligen Arten eine neue Heimat beschert.

Auch Landwirte und Winzer im Kreis schaffen zusätzlichen Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co.: Rund 22 Hektar wurden von ihnen bereits insektenfreundlich über das Förderprogramm „Artenreiche Wiese“ eingesät. 16 Maßnahmen wurden bewilligt, darunter die eines Winzers von der Ahr, der seine Brachflächen in Blühstreifen umgewandelt hat. Besonders nachgefragt sind insbesondere die mehrjährigen Honigbrachen, die als sogenannte Ökologische Vorrangfläche mit dem Faktor 1,5 stärker bei der Agrarförderung gewichtet werden.

Infos zum Förderprogramm des Kreises gibt es unter www.artenreichewiese.de oder beim Team der Abteilung Förderprogramme/Landwirtschaft: