02.09.2020 Zurück

Digitalisierungsschub für Kreisschulen

Der Kreis Ahrweiler hat in seiner Verantwortung als Schulträger Anträge auf Fördermittel in Höhe von über 2,9 Millionen Euro aus dem DigitalPakt I und II des Bundes gestellt. Damit kann die Ausstattung der kreiseigenen Schulen mit flächendeckendem WLAN, Smartboards und mobilen Endgeräten weiter vorangetrieben werden.

Wie wichtig diese Ausstattung mit digitalen Medien ist, habe sich in den vergangenen Wochen und Monaten während der Corona-Krise gezeigt, hebt Landrat Dr. Jürgen Pföhler hervor. „Die Corona-Pandemie mit der Schließung der Schulen hat uns vor Augen geführt, welchen hohen Stellenwert die Digitalisierung für den Schulunterricht hat“, sagte der Landrat. „Auch wenn niemand mit einem derartigen Ereignis rechnen konnte: Unsere hohen Investitionen der vergangenen Jahre haben sich in dieser Situation bereits ausgezahlt.“

Der Bund unterstützt im Rahmen des DigitalPakts die Schulträger bei Investitionen. Im Förderprogramm DigitalPakt I stehen für die Kreisschulen einschließlich des zehnprozentigen Eigenanteils des Kreises rund 3,4 Millionen Euro bereit. Dazu wurden jetzt für die Burgwegschule Burgbrohl, das Are-Gymnasium, das Peter-Joerres-Gymnasium, die Hocheifel-Realschule plus, die Philipp-Freiherr-von Boeselager-Realschule plus sowie die Berufsbildende Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler Förderanträge in einer Gesamthöhe von rund 2,6 Millionen Euro bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz gestellt. Neben einer flächendeckenden WLAN-Versorgung geht es zum Beispiel um die Anschaffung von 300 interaktiven Displays (Smartboards) als Tafelersatz.

In Absprache mit den Schulen werden die Förderanträge für das Erich-Klausener-Gymnasium Adenau, die Don-Bosco-Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler, die Janusz-Korczak-Schule Sinzig, die Nürburgring-Schule Wimbach und die Integrierte Gesamtschule Remagen bei der nächsten Antragsrunde vor den Herbstferien gestellt. Die Anträge für das Rhein-Gymnasium Sinzig und die Levana-Schule folgen bis zu den Weihnachtsferien.

Darüber hinaus stellt der Bund im DigitalPakt II weitere 500 Millionen Euro für die Beschaffung von digitalen Endgeräten zur Verfügung, um während des Andauerns der Corona-Pandemie Fernunterricht zu Hause zu ermöglichen. Die Landesregierung weist in der Förderrichtlinie allerdings darauf hin, dass es keinen generellen Anspruch auf die Leihe eines Gerätes gibt. Die Entscheidung darüber, an wen mobile Endgeräte verliehen werden, erfolgt aufgrund der pädagogischen Einschätzung der Schule. Hierzu haben die Schulen jetzt ihren Bedarf von fast 700 Laptops und Tablets für rund 317.000 Euro angemeldet.